Freitag, 14. November 2014

Dieser kleine Teil in dir.

Wisst ihr was es bedeutet voller Selbsthass zu sein?! 
Hass auf das was ihr seid, wenn ihr denkt euch gefunden zu haben und euch dann verliert. Wenn ihr wisst, dass eure Suche die Jahre gedauert hat umsonst war und ihr wieder von Vorne anfangen müsst.
Hass auf das was ihr nicht könnt. 
Ich kann z.B meinen Mund nicht aufmachen.
Klar, ich kann schreiben. Ich kann mich auf Twitter und sonstigen Plattformen über Menschen aufregen oder sie über Whatsapp anmotzen, aber ich kann meinen Mund in den ungünstigsten Situationen nicht aufmachen.
Ich kann es nicht für mich und auch nicht für Dinge die ich von ganzem Herzen liebe. Konnte ich noch nie. 
Woher hab ich das nur? Meine Mutter kann das und ich bewundere sie dafür. 
Wieso kann ich nicht einmal wenn es um mich geht den Mund aufmachen? 
Wieso lasse ich mich herumschubsen und fertig machen?
Wieso lasse ich zu, dass Menschen mich angreifen können?! 
Der Hass auf diesen Teil meines Selbst steigt oft so ins Unermessliche. 
Wozu bin ich nach Köln gezogen?! 
Soviele von euch haben mich dafür Bewundert und was ist nun, knapp ein Jahr später?
Ich bin wegen Zeitnot in eine Scheiß WG gezogen in einem der Assozialsten Hochhäusern Kölns. Nachdem ich aus schlechtem Gewissen eine Dame in ein bei mir freies Zimmer hab ziehen lassen, wurde die WG zu einem Dreckloch. Die Kakerlaken haben sich sehr wohl gefühlt zu der Zeit in dieser Wohnung. 
Wegen dieser Dame und ihrem Assi-Freund bin ich dann ausgezogen. Komplett überstürzt in eine Wohnung ohne richtige Küche, wenig Platz, keinem Internetanschluss und kaltem Wasser. 
Ihr könnt euch denken, dass ich da ebenfalls wieder überstürzt in eine andere Wohnung gezogen bin. Wieder in einer WG. Und meiner Menshenkenntnis habe ich es zu verdanken, dass ich nun kurz davor bin auf der Straße zu sitzen. Richtig, der Vermieter hat uns gekündigt, der genaue Grund ist unklar, es wurde ein Grund vorgeschoben. Und ich finde einfach keine neue Wohnung. Ich weiß nicht wieso, ich finde einfach keine. 

Das hat mir mein Umzug gebracht. Streß, Probleme und mehr Angst als ich ertragen kann. Niemand sollte mit 19 Jahren Existenz Sorgen haben.

Vielleicht wäre ich in Hof unglücklich gewesen, ich hätte ein sehr schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern im gegensatz zu jetzt, ich hätte wichtige Freunde von mir nicht kennengelernt. Aber doch bereue ich es ein bisschen einfach so überstürzt in eine andere Stadt zu ziehen. 
Aber so bin ich nunmal.. Spontan und Impulsiv. Ich habe nie einen Plan, weiß eigentlich nichts was ich in meinem Leben erreichen möchte. Ich habe keine Ziele mehr, da mein größtes Ziel gestorben ist. Und das ist mein absoluter Untergang ohne ein Ziel dazustehen.

Was ich nun von meinem Umzug nach Köln habe? Beinahe Obdachlosigkeit, Selbsthass und eine menge Sorgen.. 

Ich schlafe schlecht, mir fallen die Haare vor Streß aus und ich habe in den letzten 2 Monaten 12 Kilo abgenommen. Ich beschwere mich nicht gegen das rasante abnehmen, jedoch finde ich es ungesund und es wird wiederkommen sobald es mir besser geht. 

Faszit des Tages: Jeder so wie er mag? Nein. Erst denken und dann irgendetwas tun. Und nicht wie ich, denken, Yolo sagen und es dann machen. 

Aloha.

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